
Die wissenschaftlichen Ursprünge des Responsio-Universums
— Vom Goldenen Zeitalter der Science-Fiction zu einer multispatialen Topologie
Der wissenschaftliche Rahmen hinter Responsio ist nicht aus einer formalen akademischen Ausbildung hervorgegangen, sondern aus einer langen intellektuellen Entwicklung, die in meinen jüngeren Jahren begann. In dieser Zeit prägte die Science-Fiction der 1960er bis 1980er Jahre nachhaltig meine Vorstellung vom Universum. Die großen Autoren dieser Epoche – Asimov, Clarke, Lem, Bradbury und viele andere – verstanden Science-Fiction nicht als Eskapismus, sondern als ein philosophisches und wissenschaftliches Labor. Ihre Geschichten waren Einladungen, Realität neu zu denken.
Obwohl ich kein Physiker bin, haben mich die grundlegenden Fragen, die diese Werke aufwarfen, nie losgelassen:
Was ist Zeit? Was ist Raum? Was macht Materie zu „Materie“?
Wie verbindet sich die Quantenwelt mit der kosmischen Skala?
Diese Fragen führten schließlich zu dem alternativen kosmologischen Modell, das im Responsio-Universum dargestellt wird – einer multispatialen toroidalen Topologie, die auf Energieschichten, emergenter Zeit und einer Neuinterpretation klassischer und quantenphysikalischer Strukturen basiert. Ich arbeite nicht mit fortgeschrittenen mathematischen Formalismen; mein Ansatz beruht vielmehr auf begrifflichem Denken, Synthese und jener Neugier, die mir diese frühen Lektüren vermittelt haben.
Die im zweiten Buch als Anhang enthaltene Studie stellt den vorläufigen Abschluss dieser langen konzeptuellen Auseinandersetzung dar. Sie ist kein wissenschaftlicher Beweis, sondern ein kohärenter theoretischer Rahmen: ein spekulatives Modell, das versucht, quantenmechanische Nichtlokalität, topologische Geometrie und kosmologische Phänomene in einer einzigen Struktur zu verbinden. Ob die zukünftige Physik solche Ideen jemals aufgreifen wird, lässt sich nicht sagen – doch ich bin überzeugt, dass gute Science-Fiction stets an die Ränder des Möglichen reichen muss.
Das Goldene Zeitalter der Science-Fiction hat mich gelehrt, dass eine Geschichte zugleich auch eine Idee sein kann. Responsio wurde in diesem Geist geschrieben: nicht nur, um zu unterhalten, sondern um zu erkunden, wie wir Realität verstehen – und wie wir sie eines Tages vielleicht anders verstehen werden.
